Ein Schulprojekt mit weitreichenden Folgen für Generationen, Millioneninvestitionen und weitere grosse Infrastrukturvorhaben: Die Grünliberale Partei Ennetbürgen fordert für die Abstimmung zur Schularealentwicklung mehr Zeit für die öffentliche Diskussion und Klarheit über die langfristigen finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde.
Die Ortspartei der GLP begrüsst, dass der Gemeinderat die Bevölkerung umfassend über die geplante Schularealentwicklung informieren will und das Projekt nun in eine entscheidende Phase tritt. Die Weiterentwicklung des Schulareals ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für Ennetbürgen. Es geht um gute Rahmenbedingungen für Kinder, Familien und die Schule sowie um eine langfristige Investition in die Gemeinde.
Gerade wegen dieser grossen Bedeutung für die Gemeinde ist die GLP der Auffassung, dass die Bevölkerung genügend Zeit für die Auseinandersetzung mit der Vorlage erhalten soll. Zwischen der Informationsveranstaltung vom 10. September 2026 und dem vorgesehenen Urnengang vom 27. September 2026 liegen lediglich 17 Tage. Aus Sicht der Partei ist dieser Zeitraum zu kurz, um die umfangreichen Unterlagen sorgfältig zu prüfen und eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Die GLP hat deshalb beim Gemeinderat beantragt, den vorgesehenen Urnengang zu verschieben und ihn frühestens auf den eidgenössischen Abstimmungstermin im November 2026 anzusetzen. Über den weiteren Zeitplan soll der Gemeinderat entscheiden.
Neben den inhaltlichen Fragen zur Schularealentwicklung stellen sich aus Sicht der GLP wichtige finanzielle Fragen. In den kommenden Jahren stehen in Ennetbürgen weitere bedeutende Investitionen an, etwa in den Bereichen Wasserversorgung oder Hochwasserschutz. Die Bevölkerung hat ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, ob allfällige Alternativen vertieft geprüft wurden, wie sich diese Projekte gemeinsam auf den Finanzhaushalt der Gemeinde auswirken, wie der aktuelle Finanzplan aussieht und welche Auswirkungen auf den Steuerfuss zu erwarten sind.
Die GLP ist überzeugt, dass ein breit abgestützter Entscheid auf einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit den schulischen, räumlichen und finanziellen Auswirkungen beruhen soll. Die zusätzliche Zeit würde der Bevölkerung und den politischen Parteien ermöglichen, die Vorlage vertieft zu prüfen und die anstehenden Weichenstellungen für Ennetbürgen verantwortungsvoll zu beurteilen.