GLP Nidwalden unterstützt Anpassung des Richtplans zur Deponie Cholwald

Medienmitteilung

GLP Nidwalden unterstützt Anpassung des Richtplans zur Deponie Cholwald

Die Grünliberale Partei (GLP) Nidwalden unterstützt die geplante Anpassung des kantonalen Richtplans zur Erweiterung der Deponie Cholwald (Etappe 5). Aus Sicht der GLP ist die Interessenabwägung des Regierungsrats nachvollziehbar. Die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten für Abfälle des Deponie Typs E ist ein wichtiges öffentliches Anliegen und rechtfertigt den vorgesehenen Eingriff.

 

Gleichzeitig betont die GLP, dass der Eingriff in Natur und Landschaft so schonend wie möglich erfolgen muss. Wo Eingriffe unvermeidbar sind, braucht es wirksame Massnahmen, um die betroffenen Flächen wiederherzustellen und die Deponie möglichst gut in die Landschaft einzugliedern.

 

«Wenn ein Eingriff in die Natur notwendig ist, müssen die Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen klar geregelt und verbindlich umgesetzt werden. Gleichzeitig muss die Erweiterung der Deponie Cholwald als Übergangslösung genutzt werden, um frühzeitig einen langfristigen Nachfolgestandort zu planen und die Abfallvermeidung sowie die Kreislaufwirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so können Versorgungssicherheit und Landschaftsschutz verantwortungsvoll miteinander in Einklang gebracht werden», sagt Landrätin Denise Weger, Co-Präsidentin der GLP Nidwalden.

 

Die GLP regt deshalb an, die vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen im Richtplan verbindlich festzulegen, anstatt lediglich beispielhaft auf mögliche Massnahmen hinzuweisen. Dies schafft mehr Transparenz und stellt sicher, dass die landschaftliche Aufwertung konsequent umgesetzt wird.

 

Darüber hinaus fordert die GLP, dass der Kanton parallel zur Erweiterung der Deponie eine verbindliche Strategie für die Evaluation eines langfristigen Nachfolgestandorts erarbeitet. Gleichzeitig sollen die kantonalen Anstrengungen zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft verstärkt werden. Langfristige Entsorgungssicherheit kann nicht allein durch zusätzliche Deponiekapazitäten erreicht werden, sondern muss ebenso auf einer konsequenten Reduktion des Deponiebedarfs beruhen.